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Ist PayPal sicher? 7 häufige PayPal-Betrugs­maschen und wie Sie sie vermeiden

F-Secure

6 min Lesezeit

Ist PayPal sicher?

PayPal ist ein sicheres und zuverlässiges Online-Zahlungs­system zum Senden und Empfangen von Geld sowie für Online-Einkäufe. Dennoch nutzen Betrüger die Plattform immer wieder, um Personen zum Über­weisen von Geld zu verleiten. Trotz des guten Rufs von PayPal als sicheres Bezahl­system sollten Nutzer daher stets wachsam gegen­über gängigen PayPal-Betrugs­maschen bleiben.

Zu den wichtigsten Sicherheits­funktionen von PayPal gehören:

  • Keine Weitergabe finanzieller Daten an Verkäufer. PayPal schützt Ihre sensiblen Daten, da Verkäufer weder Ihre Kredit­karten- noch Ihre Konto­nummer erhalten. Dadurch verringert sich die Zahl möglicher Angriffs­punkte für Kriminelle, um Ihre finanziellen Daten zu stehlen.

  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Alle Trans­aktions­daten werden verschlüsselt über­tragen, sodass sensible Informationen sicher verarbeitet werden.

  • PayPal-Käufer- und Verkäufer­schutz. PayPal bietet sowohl einen Käufer- als auch Verkäufer­schutz an. Diese Schutz­programme helfen, das Risiko zu verringern, dass Sie Ihr Geld verlieren oder die bereits bezahlten Produkte nicht erhalten.

  • Zwei-Faktor-Authentifizierung. PayPal-Nutzer können die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) über eine Authenticator-App, einen Sicherheits­schlüssel oder per SMS aktivieren.

  • Rund-um-die-Uhr-Betrugs­über­wachung und Benach­richtigungen. PayPal verfügt über ein fort­schrittliches Über­wachungs­system und Warn­meldungen, die Sie umgehend über verdächtige Aktivitäten informieren und Ihnen helfen, fort­geschrittene Zahlungs­betrugs­maschen zu vermeiden.

7 häufige PayPal-Betrugs­maschen

Mit über 400 Millionen Nutzern weltweit ist PayPal ein attraktives Ziel für Betrüger. Um an Geld sowie persönliche oder finanzielle Daten zu gelangen, greifen PayPal-Betrüger auf Methoden zurück, die auch bei anderen Online-Diensten verbreitet sind. Achten Sie besonders auf diese gängigen PayPal-Betrugs­maschen:

Geben Sie Betrügern keine Chance

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1. PayPal-E‑Mail-Betrug

Bei einem PayPal-E‑Mail-Betrug, auch PayPal-Phishing genannt, werden gefälschte E‑Mails versendet, die offiziellen PayPal-Nachrichten täuschend ähnlich sehen. Ziel ist es, Nutzer zur Preis­gabe von Zugangs­daten oder finanziellen Informationen zu bewegen. Häufig wird künstliche Panik erzeugt, etwa durch die Drohung einer Konto­sperrung, Hinweise auf einen angeblichen Kauf oder vorgetäuschte Über­zahlungen.

Schützen Sie sich vor PayPal-Betrugs­maschen, indem Sie dringende Nachrichten grund­sätzlich hinter­fragen und PayPal immer direkt über die manuelle Eingabe der offiziellen URL in den Browser aufrufen — niemals über Links in E‑Mails.

Beispiel für den Inhalt einer PayPal-E-Mail-Betrugsnachricht: „Sehr geehrter PayPal-Nutzer, unser Sicherheitssystem hat auf Ihrem Konto ungewöhnliche Anmeldeaktivitäten von der IP-Adresse…“

2. PayPal-Rechnungs­betrug

Bei einem PayPal-Rechnungs­betrug erhalten Sie eine gefälschte Rechnung für Produkte oder Dienst­leistungen, die Sie nie bestellt haben. Oft sollen Sie durch eine solche Rechnung auch dazu gebracht werden, eine falsche Kunden­service-Nummer anzurufen oder sensible Daten preis­zugeben.

Prüfen Sie PayPal-Rechnungen daher stets sorg­fältig und begleichen Sie keine verdächtigen Forderungen. Melden Sie sich immer direkt über die offizielle PayPal-Web­site in Ihrem Konto an, anstatt Rechnungen aus unerwarteten E‑Mails oder über Links zu öffnen.

Beispiel für den Inhalt einer PayPal-Rechnungsbetrugsnachricht: „Sehr geehrte(r) [Name des Empfängers], vielen Dank für Ihre Bestellung. Ihr Einkauf wurde erfolgreich verarbeitet, und die Rechnung finden Sie im Anhang…“

3. PayPal-Zahlungs­anforderungs­betrug

Bei einem PayPal-Zahlungs­anforderungs­betrug erhalten Sie eine gefälschte Zahlungs­aufforderung — häufig für Produkte oder Dienst­leistungen, die Sie nicht bestellt haben, oder für eine angebliche Zusatz­leistung zum Schutz Ihres PayPal-Kontos. Wenn Sie den Absender der Anfrage nicht erkennen oder unerwartet eine Zahlungs­anforderung in der PayPal-App erhalten, lehnen Sie diese immer ab und senden Sie kein Geld.

Beispiel für den Inhalt einer PayPal-Zahlungsanforderungsbetrugs-E-Mail: „Sehr geehrte(r) PayPal-Kunde/Kundin, dies ist eine obligatorische Jahresgebühr, um den erweiterten Betrugsschutz Ihres Kontos aufrechtzuerhalten…“

4. PayPal-Rückerstattungsbetrug

Beim PayPal-Rück­erstattungs­betrug sendet ein Käufer eine Zahlung zurück, die scheinbar über dem eigentlichen Kauf­preis liegt. Anschließend fordert er den Verkäufer auf, den „zu viel gezahlten“ Betrag zu erstatten. Eine weitere Masche ist, dass Betrüger behaupten, eine Ware nie erhalten zu haben oder dass eine Zahlung versehentlich erfolgt sei, um Druck auf den Verkäufer auszuüben und eine Rück­erstattung zu erzwingen.

Beispiel für den Inhalt einer PayPal-Rückerstattungsbetrugs-E-Mail: „Sehr geehrte(r) Verkäufer/in, ich wende mich wegen der Bestellung Nr. 6739B an Sie. Laut Sendungsverfolgung wurde das Paket bereits vor 48 Stunden zugestellt…“

5. Link zu einer gefälschten Website

Eine gefälschte PayPal-Website ist oft schwer zu erkennen, wenn sie professionell gestaltet ist. Sie sieht der echten PayPal-Anmelde­seite zum Verwechseln ähnlich, dient jedoch in Wirklichkeit dazu, Ihr Pass­wort abzugreifen. Meiden Sie Web­sites, die wie PayPal aussehen, aber nicht die offizielle URL www.paypal.com verwenden oder durch fehlerhafte, veraltete Inhalte und schlecht formulierte Texte auffallen.

Geben Sie Betrügern keine Chance

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6. PayPal-Über­zahlungs­betrug

Bei einem PayPal-Über­zahlungs­betrug über­weist der Käufer absichtlich einen höheren Betrag als vereinbart auf das PayPal-Konto des Verkäufers. Die Über­zahlung wird häufig damit begründet, dass sie angeblich die Versand­kosten abdecken soll oder als Bonus gedacht sei. Kurz darauf fordert der Käufer die Rück­erstattung des Differenz­betrags. Spätestens hier sollten Verkäufer miss­trauisch werden und den zu viel gezahlten Betrag keines­falls weiter­leiten. 

Wird der überzahlte Betrag zurück­erstattet, kann der Betrüger die ursprüngliche Zahlung bei PayPal stornieren. Am Ende bleibt der Verkäufer auf dem Verlust sitzen — im schlimmsten Fall wurde die Ware bereits versendet und ist ebenfalls verloren.

Beispiel für den Inhalt eines PayPal-Überzahlungsbetrugs: „Hallo [Name des Verkäufers], beim Bezahlen der Rechnung für den Tisch und die Stühle (100 €) habe ich versehentlich eine Null zu viel eingegeben…“

7. PayPal-Voraus­zahlungs­betrug

Bei einem Voraus­zahlungs­betrug wird man dazu aufgefordert, zunächst einen kleinen Betrag zu zahlen, um im Gegen­zug eine deutlich größere Summe oder eine wert­volle Ware zu erhalten. Nachdem das Geld über­wiesen wurde, bricht der Kontakt in der Regel ab — die versprochene Gegen­leistung existiert nicht, da der Betrüger mit einer falschen Identität agiert.

PayPal-Betrüger sind besonders kreativ, wenn es um Begründungen für solche Voraus­zahlungen geht. Häufig wird behauptet, die Zahlung diene zur Deckung von Versand­kosten oder sei not­wendig, um ein angebliches, exorbitantes Erbe frei­zugeben. Um Betrug zu vermeiden, sollten Sie niemals Voraus­zahlungen leisten.

Beispiel für den Inhalt eines PayPal-Vorauszahlungsbetrugs: „Sehr geehrte(r) [Käufer-Name], vielen Dank für den Kauf der PlayStation-5-Konsole (Limited Edition)! Der vollständige Warenwert ist bereits abgedeckt…“

Woran erkenne ich, ob ich bei PayPal betrogen werde?

Da Betrüger zunehmend ausgefeilte Methoden nutzen, wird es immer schwieriger, professionell wirkenden Online-Betrug zu erkennen. Achten Sie insbesondere auf folgende Warnsignale, um PayPal-Betrug frühzeitig zu identifizieren:

  • Zeitdruck: Wie bei vielen Online-Betrugs­maschen versuchen Kriminelle, ein Gefühl von Dringlichkeit zu erzeugen, damit Sie schnell handeln, ohne die Situation ausreichend zu prüfen.

  • Aufforderung zur Herausgabe persönlicher Daten: PayPal wird Sie niemals per E‑Mail, Telefon oder SMS zur Angabe sensibler Informationen wie Pass­wörter, Kredit­karten­daten oder Login-Informationen auffordern.

  • Unpersönliche Anrede: Seriöse Unter­nehmen sprechen Sie in der Regel mit Ihrem Namen an. Allgemeine Formulierungen wie „Sehr geehrter Kunde” können ein Hinweis auf einen Betrugs­versuch sein.

  • Verdächtige Links oder Anhänge: Fahren Sie mit der Maus über Links, um die tatsächliche URL zu über­prüfen. Gefälschte Adressen enthalten oft kleine Schreib­fehler oder ungewöhnliche Endungen. Öffnen Sie niemals unerwartete oder verdächtige Anhänge.

  • Rechtschreib- und Grammatik­fehler: Viele Betrugs­nachrichten enthalten auffällige sprachliche Fehler wie Recht­schreib- oder Grammatik­fehler. Professionelle Unter­nehmen versenden in der Regel fehler­freie und sorg­fältig formulierte Nachrichten.

Wie melde ich einen PayPal-Betrug?

Unabhängig davon, ob Sie auf einen PayPal-Betrug hereingefallen sind oder nicht, hilft das Melden gefälschter Web­sites, Phishing-Nachrichten und anderer Betrugs­versuche PayPal dabei, den Dienst sicherer zu machen. So melden Sie einen PayPal-Betrug:

  1. Loggen Sie sich in Ihr PayPal-Konto ein und melden Sie die verdächtige Aktivität über das Konflikt­lösungs­center.

  2. Leiten Sie verdächtige E‑Mails an phishing@paypal.de weiter. Löschen Sie die E‑Mail anschließend.

  3. Ändern Sie außerdem das Pass­wort Ihres PayPal-Kontos und informieren Sie bei Bedarf Ihre Bank sowie die zuständigen Behörden.

Schützen Sie Ihr PayPal-Konto und bezahlen Sie sicher

Um Ihre Finanzen im Internet zu schützen, sind umfassende Sicherheits­maß­nahmen erforderlich — insbesondere beim Einkauf in unbekannten Online-Shops oder bei der Nutzung öffentlicher WLAN-Netze. Zusätzlich können Sie selbst viel tun, um PayPal-Betrug zu vermeiden und sicher online zu bleiben:

  • Gehen Sie sorgsam mit Ihrem Geld um: Über­legen Sie bei Online-Zahlungen genau, wem Sie Ihr Geld und Ihre Finanz­daten anvertrauen. Bezahlen Sie keine zweifel­haften Rechnungen und senden Sie kein Geld an nicht verifizierte Verkäufer.

  • Geben Sie keine persönlichen Daten weiter: Eine PayPal-Betrugs-E‑Mail kann Ihre persönlichen Informationen kompromittieren und für Identitäts­diebstahl miss­braucht werden.

  • Verwenden Sie starke Pass­wörter: Nutzen Sie für jedes Konto ein starkes, einzig­artiges Pass­wort, das schwer zu erraten ist und nirgendwo sonst verwendet wird. Erstellen Sie neue Pass­wörter und speichern Sie diese sicher in einem Pass­wort­manager.

  • Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung: Selbst wenn Betrüger Ihr Pass­wort erlangen, können sie deutlich schwieriger auf Ihr PayPal-Konto zugreifen, wenn die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiviert ist.

  • Surfen Sie mit einer VPN-Verbindung: Viele PayPal-Nutzer greifen über öffentliches WLAN auf ihr Konto zu oder shoppen online. Diese Netz­werke sind oft unzureichend geschützt oder können Daten ausspähen. Aktivieren Sie deshalb ein VPN und erledigen Sie Ihre Online-Einkäufe sowie das Surfen im Internet privat über eine gesicherte Verbindung.

  • Nutzen Sie eine Antivirus-Software: Betrüger stehlen nicht nur Geld und Daten, sondern verbreiten auch Schad­software über als PayPal-E‑Mails getarnte Phishing-Nachrichten. Die fort­schrittliche Anti­virus-Lösung von F‑Secure blockiert Malware und erkennt gefährliche Web­sites zuverlässig.

Geben Sie Betrügern keine Chance

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Häufig gestellte Fragen zu PayPal-Betrug

Ja, Sie können auf PayPal Opfer eines Betrugs werden, obwohl es sich um ein weithin bekanntes und vertrauens­würdiges Online-Zahlungs­system handelt. Trotz der umfang­reichen Sicherheits­maß­nahmen nutzen Betrüger PayPal für ausgefeilte Maschen wie Phishing, gefälschte Zahlungs­anforderungen oder Über­zahlungs­betrug.

PayPal ist zwar ein sicheres Online-Zahlungs­system, dennoch kann die Nutzung mit völlig unbekannten Personen Risiken bergen. Seien Sie besonders vorsichtig bei unerwarteten Zahlungs- oder Rück­erstattungs­anfragen von Fremden, da Betrüger PayPal gezielt nutzen, um Sie zur Über­weisung von Geld oder zur Preis­gabe persönlicher Informationen zu verleiten.

Ja, PayPal bietet mehrere Schutz­mechanismen gegen Betrug, darunter Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA), Käufer- und Verkäufer­schutz sowie eine rund um die Uhr aktive Betrugs­über­wachung mit Echt­zeit-Benach­richtigungen bei verdächtigen Aktivitäten.

PayPal-Betrügereien setzen häufig auf Zeitdruck, um Sie dazu zu bringen, vorschnell Geld zu über­weisen oder persönliche Daten preis­zugeben. Dabei nutzen Kriminelle gefälschte PayPal-E‑Mails, unberechtigte Zahlungs­anforderungen oder Über­zahlungs­maschen, bei denen sie eine „Rück­erstattung“ für Geld verlangen, das sie nie gezahlt haben. Schützen Sie sich, indem Sie PayPal immer direkt über die App oder die offizielle Web­site aufrufen und niemals auf Links in E‑Mails klicken.

Ja, unter bestimmten Voraus­setzungen ist eine Rück­erstattung möglich. Informieren Sie sich über den PayPal-Käufer­schutz und die geltenden Bedingungen für Rück­erstattungen.

Wenn Betrüger die Kontrolle über Ihr PayPal-Konto erlangen, können sie unbefugte Käufe tätigen oder Gelder direkt von Ihrem verknüpften Bank­konto abbuchen. Dies geschieht häufig durch Phishing, Identitäts­diebstahl oder Malware. Verwenden Sie daher starke, einzig­artige Pass­wörter und aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung für Ihr PayPal-Konto.

Ein PayPal-Phishing-Betrug ist eine betrügerische E‑Mail, die scheinbar von PayPal stammt und häufig vor „verdächtigen Aktivitäten“ oder „Konto­risiken“ warnt. Diese Nach­richten enthalten Links zu gefälschten Web­sites. Ziel dieser manipulierten Seiten ist es, vertrauliche Daten wie Ihr PayPal-Pass­wort abzugreifen.

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