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Dark Web — Wurden auch von Ihnen 229 Identitäts­daten­sätze im Dark Web gefunden?

F-Secure

7 min Lesezeit

Dem SpyCloud Identity Exposure Report 2025 zufolge befinden sich im Durch­schnitt 229 gestohlene Identitäts­daten­sätze pro Person im Dark Web. Die Über­wachung des Dark Web ist zwar ein wichtiger Bestand­teil der Online-Sicherheit, doch die eigentliche Gefahr geht nicht vom Dark Web selbst, sondern von der Art und Weise aus, wie Cyber­kriminelle es nutzen.

Doch was genau ist das Dark Web und wie können Sie verhindern, dass Ihre persönlichen Daten dort auftauchen? In diesem Artikel erfahren Sie mehr darüber und warum die Über­wachung des Dark Web ein wichtiger Bestand­teil Ihres Online-Schutzes ist.

  • Definition des Dark Web: Das Dark Web, auch Darknet genannt, bezeichnet Bereiche des Internets, die verborgen sind und in denen Nutzer anonym und verschlüsselt agieren.

  • Das Dark Web ist nicht illegal: Das Dark Web ist an sich nicht illegal. Es kann jedoch sowohl für legitime als auch für illegale Zwecke genutzt werden.

  • Inhalte im Dark Web: Das Dark Web wird häufig mit illegalem Drogen­handel, der Verbreitung rechts­widriger Inhalte und anderen kriminellen Aktivitäten in Verbindung gebracht. Gleich­zeitig dient es jedoch auch als Plattform für anonyme Kommunikation und freie Meinungs­äußerung.

  • Zugang zum Dark Web: Herkömmliche Such­maschinen können das Dark Web nicht durch­suchen. Nutzer benötigen daher einen speziellen Browser, um darauf zuzugreifen.

  • Identitätsdiebstahl: Wenn Daten ins Dark Web gelangen, können Cyber­kriminelle Informationen aus verschiedenen Daten­pannen kaufen, handeln und zusammen­setzen, um ausgeklügelten Identitäts­diebstahl zu begehen.

  • Proaktiver Schutz: Sobald Ihre Daten im Dark Web auftauchen, lassen sie sich nicht einfach wieder entfernen. Eine kontinuierliche Rund-um-die-Uhr-Über­wachung Ihrer Online-Identität und eine zuverlässige Online-Sicherheits­lösung sind daher besonders wichtig.

  • Vertrauenswürdiger Schutz: F‑Secure Total ist eine preis­gekrönte Online-Sicherheits­lösung, die Sie über Daten­pannen und verdächtige Aktivitäten in Ihren Konten informiert. Bereits 30 Millionen Menschen welt­weit vertrauen auf unsere Sicherheits­lösungen.

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Welche Gefahren lauern im Dark Web?

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass man vor den Gefahren des Dark Web geschützt ist, solange man keinen Dark-Web-Browser herunterlädt. Wenn Unter­nehmen, medizinische Einrichtungen oder Online-Shops von Daten­pannen betroffen sind, können Cyber­kriminelle die gestohlenen Daten im Dark Web verkaufen.

Das kann passieren, wenn Ihre Daten ins Dark Web gelangen:

  • Identitätsdiebstahl: Riesige Sammlungen speicherbarer Daten wie Ausweis­nummern, Pass­daten, Namen und Adressen werden ständig gehandelt.

  • Finanzbetrug: Millionen von Kredit­karten­nummern und Zugangs­daten fürs Online-Banking werden aktiv gehandelt. Dadurch können Kriminelle unbefugte Käufe tätigen.

  • Malware: Das Dark Web wird genutzt, um verschiedene Arten von Malware, Ransomware, Spyware und Viren zu verbreiten.

  • Kontoübernahmen: Kriminelle kaufen alte Listen mit Zugangs­daten und nutzen automatisierte Skripte, um sich Zugang zu Konten im Internet zu verschaffen.

Laut dem F‑Secure Scam Intelligence & Impacts Report 2026 (S. 13) haben 56 % der Betrugs­opfer in Deutsch­land Geld verloren. Finanz­betrug ist eine häufige Folge davon, dass persönliche Daten im Dark Web verbreitet werden.

Unterschied zwischen Open Web, Deep Web und Dark Web

Die Begriffe Deep Web und Dark Web sind manchmal schwer voneinander zu unter­scheiden, vor allem, weil sie oft synonym verwendet werden. Deshalb lohnt sich ein genauerer Blick auf die Unterschiede.

Das Open Web oder Surface Web

Das Open Web ist der sichtbare Teil des Internets. Es umfasst Websites, die von klassischen Such­maschinen wie Google oder Bing gefunden werden und sich ganz normal über Browser wie Chrome oder Safari aufrufen lassen.

Das Deep Web

Das Deep Web ist der große, nicht öffentlich sichtbare Teil des Internets. Dazu gehören alle Seiten, die hinter einer Bezahl­schranke, einem Login oder einem Sicherheits­portal liegen. Auch Ihr Online-Banking, Unter­nehmens-Intranets, wissen­schaftliche Daten­banken und medizinische Portale zählen dazu — meist aus gutem Grund: zum Schutz sensibler Informationen.

Das Dark Web

Das Dark Web ist ein kleiner, hoch­spezialisierter Bereich des Deep Web. Er lässt sich nicht über normale Web­browser aufrufen und ist für Such­maschinen voll­ständig verborgen.

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Tor ist ein beliebter Dark-Web-Browser

Um auf das Dark Web zuzugreifen, verwenden viele Menschen den Browser Tor. Der Name steht für „The Onion Router“. Tor wurde ursprünglich in den 1990er-Jahren vom US-Militär entwickelt, um nach­richten­dienstliche Kommunikation zu schützen. Später wurde der Browser auch für reguläre Nutzer zugänglich gemacht. Typisch für Tor sind kryptische URLs, die auf „.onion“ enden.

Tor leitet Ihre Internet­verbindung über mehrere verschlüsselte Stationen inner­halb eines welt­weiten Netz­werks frei­willig betriebener Server weiter — ähnlich wie die Schichten einer Zwiebel. Dadurch werden Ihre tat­sächliche IP-Adresse und Ihr physischer Stand­ort verschleiert.

Der Download und die Installation von Tor sind legal. Allerdings fehlen dort viele der Sicherheits­mechanismen, die Nutzer aus dem normalen Internet kennen. Dazu gehören beispiels­weise Warn­hinweise von Such­maschinen, die automatische Blockierung schädlicher Skripte oder Schutz­funktionen für die Online-Identität, die bei Standard­browsern für mehr Sicherheit sorgen. Schon das Surfen im Dark Web kann Nutzer Malware, Drive-by-Down­loads und Betrugs­maschen aussetzen, die darauf abzielen, Geräte oder Konten zu kompromittieren.

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Damit Ihre Daten nicht im Dark Web landen, haben wir fünf Tipps zusammen­gestellt, mit denen Sie Ihre Online-Sicherheit verbessern können:

  1. Verwenden Sie ein VPN. Damit verschlüsseln Sie Ihren Daten­verkehr und verschleiern Ihre IP-Adresse. So können Sie Cyber­kriminellen die Verfolgung erschweren. Denken Sie jedoch daran, dass ein VPN allein die Nutzung des Dark Web nicht sicher macht. Auch die Kombination aus Tor und VPN ist nicht empfehlenswert.

  2. Nutzen Sie eine Antivirus-Software. Das Dark Web ist voll von Malware. Aktivieren Sie deshalb einen umfassenden Anti­virus-Schutz auf all Ihren Geräten, um schädliche Down­loads und Spyware zu blockieren.

  3. Seien Sie wachsam gegenüber gezielten Betrugs­maschen. Phishing-E‑Mails nutzen oft im Dark Web gekaufte persönliche Daten, um über­zeugend zu klingen. Behandeln Sie daher unerwartete Nach­richten mit besonderer Vorsicht.

  4. Verwenden Sie einen Pass­wort­manager. Wenn Sie Pass­wörter mehrfach verwenden, kann ein einziges Daten­leck im Dark Web Hackern Zugriff auf Ihr gesamtes digitales Leben ermöglichen. Nutzen Sie einen Pass­wort­manager, damit jedes Konto ein einzig­artiges, schwer zu knackendes Pass­wort erhält.

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Häufig gestellte Fragen zum Dark Web

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