Cyberangriffe sind eine weitverbreitete Bedrohung in der heutigen digitalen Welt. Egal, ob man von Cyberkriminellen, Hackern oder böswilligen Akteuren spricht — die Personen und Gruppen, die solche Angriffe durchführen, können bei Erfolg erheblichen Schaden anrichten. Erfahren Sie, was Cyberangriffe sind, welche Folgen sie haben und wie Sie sich online schützen können.
Welche Ziele verfolgen Cyberangriffe?
Ziel eines Cyberangriffs kann es sein, Daten zu stehlen oder zu zerstören, wichtige digitale Systeme oder kritische Infrastrukturen zu beeinträchtigen, unbefugten Zugriff auf Computersysteme zu erlangen oder finanzielle Schäden zu verursachen. Die Vorgehensweisen reichen vom Einschleusen von Schadsoftware in Anwendungen oder Websites bis hin zur Einbindung eines Geräts in ein größeres Netzwerk kompromittierter Geräte, das für weitere Cyberangriffe genutzt wird.
Möchten Sie sich zuverlässig vor Malware schützen?
F‑Secure Total schützt Sie vor Ransomware, Viren und mehr.
Typische Merkmale eines Cyberangriffs sind:
Böswillige Absicht: Ein Cyberangriff zielt darauf ab, Schaden anzurichten, sich einen illegalen Vorteil zu verschaffen oder Daten zu stehlen und zu manipulieren.
Angreifbare Ziele: Cyberangriffe richten sich gegen anfällige Einzelpersonen und Organisationen, indem gezielt Schwachstellen in digitalen Systemen ausgenutzt werden, um unbefugten Zugriff zu erlangen.
Ausgefeilte Methoden: Cyberkriminelle setzen komplexe Angriffstechniken wie Phishing, Ransomware, Trojaner, Social Engineering und DDoS-Angriffe ein.
Schädliche Motive: Die Beweggründe hinter einem Cyberangriff können vielfältig sein. Sie reichen von finanziellem Gewinn und der Ausspähung von Einzelpersonen oder Organisationen bis hin zur gezielten politischen Einflussnahme oder Destabilisierung.
7 häufige Arten von Cyberangriffen
Cyberkriminelle nutzen unterschiedliche Taktiken, um Cyberangriffe durchzuführen. Im Folgenden werden sieben häufige Arten von Cyberangriffen erläutert, auf die Sie achten sollten:
DoS- und DDoS-Angriffe
DoS steht für „Denial of Service”, DDoS für „Distributed Denial of Service”. Bei einem DDoS-Angriff wird das Ziel — etwa ein Server — mit einer großen Anzahl von Anfragen überflutet. In der Folge ist der betroffene Dienst dann entweder gar nicht mehr oder nur noch eingeschränkt nutzbar.

XSS-Angriffe
Cross-Site-Scripting, kurz XSS, bezeichnet Angriffe, bei denen Hacker schädlichen Code in eine Webanwendung einschleusen, indem sie eine entdeckte Sicherheitslücke ausnutzen. Mithilfe von XSS-Angriffen können Cyberkriminelle sensible Daten stehlen und Schadsoftware verbreiten.

Trojanische Pferde
Trojaner sind eine Methode, mit der Cyberkriminelle Schadsoftware unbemerkt in Dateien, beispielsweise in E‑Mail-Anhängen, einschleusen. Befindet sich ein Trojaner auf dem Gerät eines Opfers, kann er Daten stehlen und weitere Schadprogramme verbreiten.
Zero-Day-Angriffe
Bei einem Zero-Day-Angriff wird eine bislang unbekannte Sicherheitslücke in der Schutzmechanik einer Software ausgenutzt. Solange diese Schwachstellen ungepatcht bleiben, können Cyberkriminelle sie gezielt ausnutzen. In diesem Fall spricht man von einem Zero-Day-Angriff oder Zero-Day-Exploit.
Phishing
Das Ziel von Phishing ist es, Opfer dazu zu bringen, vertrauliche Informationen wie Passwörter oder Online-Banking-Zugangsdaten preiszugeben. Phishing-Angriffe nutzen schädliche Links oder Malware, die als E‑Mail-Anhänge getarnt ist.

Ransomware-Angriffe
Bei Ransomware-Angriffen werden infizierte Geräte gesperrt und Dateien verschlüsselt. Um wieder Zugriff zu erhalten, müssen die Betroffenen ein Lösegeld zahlen — meist in Kryptowährungen wie Bitcoin.

Man-in-the-Middle-(MITM)-Angriffe
Bei einem Man-in-the-Middle-Angriff schaltet sich ein Angreifer in die Verbindung zwischen zwei Parteien ein und gibt sich als eine der beteiligten Parteien oder Anwendungen aus. Durch das Abfangen der Verbindung kann der Angreifer sensible Informationen stehlen oder Betroffene auf schädliche Websites umleiten.
Ziele von Cyberangriffen
Die Motive hinter Cyberangriffen sind vielfältig und hängen stark davon ab, wer sie durchführt. Im Folgenden sind einige der häufigsten Gründe aufgeführt, weswegen Staaten oder Kriminelle Cyberangriffe verüben:
Finanzieller Gewinn
Viele Cyberkriminelle handeln aus finanziellen Motiven. Eine gängige Methode, um nach einem Cyberangriff Geld zu erpressen, ist Ransomware. Dabei handelt es sich um eine Art Schadsoftware, die Geräte oder Dateien verschlüsselt und sperrt. Erst nach der Zahlung eines Lösegelds — so lautet zumindest das Versprechen der Täter — erhalten die Betroffenen wieder Zugriff auf ihr Gerät oder ihre Daten. Das Lösegeld wird häufig in Kryptowährungen wie Bitcoin gezahlt.
Politische Ziele
Hacker mit einer politischen Agenda, sogenannte Hacktivisten, nutzen Cyberangriffe, um politische Botschaften zu platzieren oder Einfluss zu nehmen. Wie die US‑Präsidentschaftswahlen 2016 gezeigt haben, können Cyberangriffe und gezielte Desinformationen Wahlen beeinflussen und die politische Meinung lenken.
Spionage und Diebstahl sensibler Daten
Cyberangriffe werden auch dazu genutzt, um an personenbezogene Daten oder andere vertrauliche Informationen zu gelangen. So kann etwa ein Unternehmen versuchen, die Geschäftsgeheimnisse von Wettbewerbern zu stehlen, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Mithilfe von Spyware, einer Form von Schadsoftware, die infizierte Geräte ausspäht, können Angreifer Informationen wie Finanzdaten und Passwörter stehlen oder gezielt Spionage betreiben.
Erstellen Sie kostenlos starke Passwörter
Testen Sie den starken Passwort Generator von F‑Secure.
Folgen von Cyberangriffen
Auch Privatpersonen sind vor Cyberangriffen nicht sicher. Neben zahlreichen Angriffen auf Einzelpersonen können Cyberangriffe auch für Organisationen erhebliche Schäden verursachen. Zu den möglichen Folgen von Cyberangriffen zählen:
Datendiebstahl: Sowohl persönliche als auch unternehmensbezogene Daten wie Passwörter, Fotos und andere Dokumente können gestohlen und im Rahmen von Datenlecks öffentlich gemacht werden. Einige dieser Informationen können sogar im Darknet verkauft werden.
Identitätsdiebstahl: Gestohlene Passwörter, Kreditkartennummern und persönliche Daten können für Identitätsdiebstahl missbraucht werden. Kriminelle können Ihre gestohlene Identität nutzen, um weitere schädliche Aktivitäten durchzuführen.
Finanzielle Schäden: Privatpersonen können durch gestohlene Bankdaten oder einen unbefugten Kontozugriff finanziell geschädigt werden, während Unternehmen unter Umständen Millionen durch Lösegeldzahlungen, rechtliche Kosten und Umsatzeinbußen verlieren.
Verlust des Zugriffs: Sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen können den Zugriff auf wichtige Ressourcen verlieren, beispielsweise auf persönliche Konten, Dateien, Software oder ganze Netzwerke.
Stress und Angst: Betroffene erleben häufig psychische Belastungen wie Stress, Angst und Unsicherheit — sowohl während als auch nach einem Cyberangriff.
Betriebsunterbrechungen: Angriffe auf Unternehmen können ganze IT‑Netzwerke und Geschäftsabläufe beeinträchtigen. Um sie zu stoppen, sind wirksame Sicherheitsmaßnahmen sowie eine zuverlässige Bedrohungserkennung erforderlich.
Rufschädigung: Datenlecks oder anhaltende Betriebsstörungen können zu erheblichem Vertrauensverlust und nachhaltiger Rufschädigung führen.
Wie lassen sich Cyberangriffe verhindern?
Da der erste Kontakt mit Schadsoftware häufig unbemerkt im Hintergrund eines Geräts erfolgt, ist es oft schwierig, Cyberangriffe zu erkennen. Mit diesen fünf Maßnahmen können Sie Cyberangriffen jedoch wirksam vorbeugen:
Installieren Sie eine vertrauenswürdige Cybersicherheitslösung wie F‑Secure Total.
Sichern Sie Ihre Daten regelmäßig — sowohl privat als auch auf Unternehmensebene.
Verschlüsseln Sie Unternehmensdaten, sodass nur ausgewählte Personen Zugriff erhalten.
Verwenden Sie starke, einzigartige Passwörter und speichern Sie diese in einem Passwortmanager.
Halten Sie Ihre Software stets aktuell und klicken Sie nicht auf verdächtige Links in E‑Mails.
)

)