11 Tipps für sicheres Surfen

Es ist schwierig, im Internet völlig anonym zu sein. Durch umsichtige Nutzung können Sie neugierigen Blicken jedoch wesentlich besser entgehen. Mit diesen elf Tipps sind Sie beim Surfen sicherer.

Tipp 1: Überall abmelden

Eine der einfachsten und effektivsten Maßnahmen, die Sie sich zur festen Angewohnheit machen sollten, ist das Abmelden von Diensten, die Sie nicht mehr verwenden. Das gilt nicht nur für die sozialen Medien und E-Mail-Anbieter, sondern auch für Foren, für die Sie Passwörter benötigen. Viele dieser Dienste folgen Ihnen, solange sie angemeldet sind, und sehen, wenn Sie bei verschiedenen Websites gleichzeitig angemeldet sind. Dadurch werden Sie leichter identifizierbar. Wenn Sie sich jedoch abmelden, fällt dies wesentlich schwerer.

Tipp 2: Einstellungen in sozialen Medien überprüfen

Die sozialen Medien bieten nicht nur eine praktische Möglichkeit, mit Freunden und Bekannten in Kontakt zu bleiben, sondern sie sind auch ein hervorragendes Forum für Werbeanbieter, die alles über Sie herausfinden wollen. Von diesen Netzwerken werden auch Hacker und Scammer angezogen, für deren Dienste wir mit unseren privaten Daten zahlen, statt mit unserem Geld. Daher sollten Sie unbedingt Ihre Datenschutzeinstellungen in allen sozialen Medien überprüfen, die Sie nutzen. Übernehmen Sie die Kontrolle über diese Einstellungen und entscheiden Sie, wer was und wie sehen kann. Ebenso wichtig ist ein besonnenes Vorgehen beim Teilen von Fotos und Links. Betrachten Sie geteilte Informationen als wären sie ein Tattoo — sie bleiben Ihnen lange erhalten und es ist sehr schwer, sie zu entfernen, wenn Sie sich eines Tages umentscheiden sollten.

Tipp 3: Erst überlegen, dann suchen

Die Suchmaschinen, die Sie einsetzen, haben möglicherweise vollständige Kontrolle über Sie. Sie wissen wahrscheinlich mehr über Sie als Ihre Familie und Ihre Freunde. Wie das angehen kann? Ganz einfach: Aus Ihrer Suchhistorie lässt sich im Handumdrehen ein detailliertes Bild Ihrer Persönlichkeit erstellen. Nun sagen Sie: „Ich habe doch nichts zu verbergen." Bitte seien Sie sich aber bewusst, dass alle Ihre Aktivitäten für zielgerichtete Werbung eingesetzt werden. Überlegen Sie also, wonach Sie suchen und stellen Sie sicher, dass Sie nicht angemeldet sind, wenn Sie nach etwas suchen.

Tipp 4: IP-Adresse ausblenden

Das Gerät, das Sie benutzen, hat seine eigene, „persönliche" Nummer in Form der IP-Adresse. Ihre IP-Adresse gibt an, welchen Browser Sie benutzen und wo genau Sie sich befinden. Häufig speichern Websites Ihre IP-Adresse, um Sie beim nächsten Besuch identifizieren zu können. Diese Websites wissen also, was Sie bei einem Besuch tun und wie lange Sie sich normalerweise auf der Website aufhalten. Sie können die IP-Adresse nicht ausblenden, weil sie für die Kommunikation mit Websites und Diensten notwendig ist. Sie können Ihre IP-Adresse jedoch anonymisieren. Diesen Schutz bieten Ihnen Lösungen wie VPN.

Tipp 5: Software durch Aktualisierungen auf dem neuesten Stand halten

Die häufigsten Gründe für Softwareupdates sind Schwachstellen, die in einer Software gefunden wurden. Mit den Aktualisierungen sollen diese Schwachstellen behoben werden. Häufige Schwachstellen sind Sicherheitslücken, die Hacker ausnutzen können, um Ihre Dateien und Ihren Computer unter ihre Kontrolle zu bringen. Stellen Sie daher sicher, dass Sie sämtliche Software auf Ihrem Gerät auf dem neuesten Stand halten. Wenn Sie Ihren Computer so einrichten können, dass Sie Updates automatisch erhalten, tun Sie das.

Tipp 6: Cookies abschalten

Cookies sind das am weitesten verbreitete Mittel, mit dem Websites und Dienste Sie kontrollieren. Cookies sind kleine Dateien, die die Aktivitäten Ihres Computers auf einem Server aufzeichnen. Häufig akzeptieren wir Cookies ungefragt, ohne deren Nutzungsbedingungen zu lesen. Auf den ersten Blick machen Cookies einen harmlosen Eindruck und natürlich werden Sie dazu eingesetzt, Ihnen die personalisierte und reibungslose Bedienung einer Website zu ermöglichen, doch häufig werden sie auch von Drittanbietern eingesetzt. Viele Dienstleister verkaufen Daten über Sie an sogenannte Werbenetzwerke, die häufig auch ihre eigenen Cookies installieren dürfen. Sie können die Speicherung von Cookies von Drittanbietern durch eine Anpasssung Ihrer Browser-Einstellungen unterbinden.

Tipp 7: Passwörter ändern

Wahrscheinlich ist Ihnen bereits klar, dass Sie dasselbe Passwort nicht für unterschiedliche Dienste verwenden sollten. Falls Sie jedoch dasselbe Passwort überall einsetzen, hören Sie umgehend damit auf. Die Wiederverwendung Ihres Passworts kann fatale Konsequenzen nach sich ziehen in Anbetracht der vielen Dienste, die wir heute nutzen und des Grades, indem unser Leben von den verschiedensten Online-Konten abhängt. Die Verwendung unterschiedlicher Passwörter reicht jedoch nicht aus. Dieses sollten stets schwer zu erraten sein und regelmäßig geändert werden. All jenen, denen das als zu großer Aufwand erscheint, stehen zahlreiche Lösungen zur Verfügung, die die Passwortverwaltung vereinfachen wie beispielsweise F-Secure KEY.

Tipp 8: Vorsicht bei kostenlosen WLAN-Netzwerken

Kostenlose WLAN-Netzwerke ohne Passwortanmeldung sind insbesondere auf Flughäfen, Bahnhöfen und an anderen Orten weit verbreitet, die von vielen Menschen frequentiert werden. Dieser WLAN-Service ist häufig zu schön, um wahr zu sein. Ein seriöser Anbieter verlangt immer nach einer Anmeldung oder einem Passwort. Falls diese Anmeldung zu einfach ist, haben Sie es möglicherweise mit einem betrügerischen Netzwerk zu tun, in dem jemand nur darauf wartet, dass Sie Ihre Passwörter und Kreditkartennummern eingeben. Es gibt Dienste, die Informationen zwischen Ihrem Computer und dem Router verschlüsseln, wie F-Secure TOTAL, bei dem VPN bereits integriert ist.

Tipp 9: Voreingestellte Rechte in Apps überprüfen

Apps werden als Datensammler häufig unterschätzt. Die Erfahrung, dass die App im Internet ist, ist nicht immer offensichtlich und es könnte Ihnen ein falsches Gefühl der Sicherheit geben. Denn Apps sammeln durchaus auch Daten über Sie. Sie nutzen beispielsweise die Hardware in Mobilgeräten, Ihre Kamera, GPS und den Kalender, um zahlreiche Informationen über Sie zu abzugreifen. Wahrscheinlich haben Sie bereits mehreren Nutzungsvereinbarungen zugestimmt, ohne darüber nachzudenken. Lesen Sie immer die Lizenzvereinbarung und schalten Sie Standortdienste für Apps aus, bei denen kein offensichtlicher Bedarf an diesen Daten besteht.

Tipp 10: VPN-Lösung nutzen

Mit einer VPN-Lösung sind Sie in hohem Maße geschützt. Kurz gesagt, ein VPN gibt Ihnen eine verschlüsselte Verbindung zwischen Ihrem Gerät und dem VPN-Server. Wenn ein sogenannter VPN-Tunnel eingerichtet ist, können keine Außenseiter, die Ihre Verbindung abfangen, den Inhalt Ihres Verkehrs sehen. Nicht einmal Ihr Internetanbieter kann dann nachvollziehen, welcher Art Daten Sie senden und empfangen. Allein das Datenaufkommen ist noch messbar. Da Sie bei einer VPN-Lösung eine anonyme IP-Adresse erhalten, können Server weder Ihren Anbieter noch die geographische Region erkennen, aus der Ihre Daten stammen.

Tipp 11: Mit Bedacht klicken

Dass Sie merkwürdige Links nicht anklicken, sollte eine Selbstverständlichkeit sein, so wie Sie auch um verdächtige Orte in der realen Welt einen Bogen machen. Häufig sehen wir das im Internet jedoch anders und klicken auf Links aus Quellen, über die wir nichts wissen oder die über soziale Medien von Personen geteilt werden, die an der Weitergabe von wichtigen Gedanken und Informationen nicht das geringste Interesse haben. In einigen Fällen gelangen wir über diese Links auf Websites, die wir gewiss nicht zu besuchen vorhatten. Später werden wir dann mit den Inhalten dieser Websites in Verbindung gebracht. Anders gesagt sollten Sie die meisten Informationen, die nicht aus einer vertrauens­würdigen Quelle stammen, mit Vorsicht genießen. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, dass Sie im Internet auf der sicheren Seite sind, setzen Sie eine Lösung für Internetsicherheit ein, die Sie vor bösartigen Websites schützt.

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