Home Office baut "digitale Ängste" auf

Zwei Drittel der von zu Hause aus Arbeitenden geben an, dass sie sich Sorgen um ihre Online-Sicherheit und ihre Privatsphäre machen, selbst wenn alles in Ordnung ist.

Helsinki, Finnland - 8. Februar 2022: Seit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie im März 2020 hat die Arbeit von zu Hause aus stark zugenommen. Diese Maßnahme mag die Ausbreitung des Virus eingedämmt haben, doch einer neuen Analyse des Cybersicherheitsanbieters F-Secure zufolge könnte das Home Office auch dazu beigetragen haben, dass immer mehr Menschen digitale Ängste verspüren.

In einer kürzlich durchgeführten Umfrage[1] gaben 67 Prozent der überwiegend von zu Hause aus arbeitenden Personen an, dass sie sich zunehmend Sorgen um ihre Online-Sicherheit und ihre Privatsphäre machen, selbst wenn alles in Ordnung ist, verglichen mit 58 % der anderen Personen.

Dr. Lee Hadlington, Dozent für Cyberpsychologie an der Nottingham Trent Universität, zu dessen Forschungsinteressen die Einhaltung von Cybersicherheitspraktiken am Arbeitsplatz gehört, erklärt, dass die plötzliche Umstellung auf das Home Office die Ängste der Menschen vor Online-Bedrohungen verstärkt.

"Es überrascht nicht, dass sich Menschen mehr Sorgen um die Cybersicherheit machen, insbesondere wenn sie von zu Hause aus arbeiten. Viele Menschen wurden in die 'neue Normalität' des Home Offices hineingestoßen, ohne dass sie darauf vorbereitet, geschult oder ausgerüstet waren. Für die meisten Menschen ist die Cybersicherheit im Allgemeinen zweitrangig und wird im Büro von einer verantwortlichen Person geregelt. Mit dem Home Office kommen jetzt weitere Faktoren ins Spiel, die diese Cybersicherheitsängste symptomatisch ansteigen lassen. Zum Beispiel keine vollausgestatteten oder beschränkte Arbeitsplätze (meist wird auf dem Küchentisch, im Wohnzimmer oder im Schlafzimmer gearbeitet), eingeschränkte bzw. schlechte Internetverbindung sowie mangelnde Kenntnisse im Bereich der Online-Technologien."

Während die Sorge um die Online-Sicherheit und den Schutz der Privatsphäre bei allen Umfrageteilnehmern weit verbreitet war, meldeten Home-Office-Arbeitende eine erhöhte Sorge in Bezug auf eine Vielzahl von Themen, darunter:

  • 65 Prozent der Personen im Home Office, die von zu Hause aus arbeiten, gaben an, dass das Internet immer gefährlicher wird, verglichen mit 54 Prozent der anderen Befragten.
  • 63 Prozent der Personen im Home Office, dass die Sorge um den Datenschutz ihre Internetnutzung verändert hat, im Vergleich zu 48 Personen der anderen Befragten.
  • 71 Prozent der Personen im Home Office gaben an, dass sie sich Sorgen machen, dass neue smarte Geräte – wie Wearables und vernetzte Haushaltsgeräte – zu einer Verletzung ihrer Privatsphäre führen könnten, verglichen mit 64 Prozent der andern Befragten.
  • 70 Prozent der Personen im Home Office fühlten sich aufgrund von Sicherheitsrisiken zunehmend unwohl, wenn sie sich mit öffentlichen WiFi-Netzen verbinden, verglichen mit 63 Prozent der anderen Befragten.

„Home Office könnte auch bedeuten, dass die Menschen jetzt mehr Zeit hatten, sich auf andere Aspekte ihres Lebens zu konzentrieren und mehr Zeit mit Selbstreflexion und Aspekten der Selbstverbesserung zu verbringen. Dies könnte eine Neubewertung der Risiken in ihrem täglichen Arbeitsleben beinhaltet haben. Die Pandemie führte auch dazu, dass die Menschen meist isoliert waren und viele sich an das Einzige wandten, zu dem sie Zugang hatten – das Internet. Wenn man mehr Zeit mit einer einzigen Aktivität verbringt, kann das natürlich zu einer erhöhten Risikowahrnehmung führen, vor allem, wenn die Menschen mit negativen Nachrichten über Cybersicherheitsprobleme konfrontiert werden“, erklärt Dr. Hadlington.

Online-Aktivitäten trennen, um digitale Ängste abzubauen

Laut Tom Gaffney, Sicherheitsberater bei F-Secure, erfordert das Sicherheitsmanagement beim Home Office nicht nur technische Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz von Daten und Geräten, sondern auch Maßnahmen, um das Privat- und Arbeitsleben zu trennen.

Tom Gaffney

"Zu den Maßnahmen, die jede Person ergreifen kann, um sich und seine Privatsphäre zu schützen, wenn sie von zu Hause aus arbeitet, gehören die Aktualisierung der Geräte und Software, die Installation von Sicherheitssoftware auf den Geräten und einige andere grundlegende Sicherheitsmaßnahmen“, so Gaffney. „Die Trennung von privaten und beruflichen Online-Aktivitäten kann jedoch genauso wichtig sein. Wenn man einschränkt, was man auf den einzelnen Geräten macht und zu welchen Zeiten, kann das ein wichtiger Weg sein, um digitale Ängste abzubauen."

Weitere Informationen darüber, wie man digitale Ängste bei der Arbeit von zu Hause aus abbauen kann, finden Sie unter https://blog.f-secure.com/digital-anxiety/.

 

Sources

[1] Quelle: F-Secure Consumer Survey Wave 4 (2021), neun Länder (USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Brasilien, Niederlande, Mexiko, Schweden, Japan), Stichprobengröße 800/Land, insgesamt 7200 Befragte.

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