Was ist eine Fire­wall?

Eine Fire­wall hilft Ihnen dabei, unerlaubten Daten­verkehr von Ihren Geräten fern­zuhalten. Sie ist ein wichtiger Bestand­teil, um sicher im Internet zu agieren. Erfahren Sie, wie Sie sich mit Fire­walls schützen können.

Definition einer Fire­wall

Eine Fire­wall ist eine Art virtuelle Brand­mauer, die Ihren Netz­werk­bereich von anderen trennt und potenziell schädlichen Daten­verkehr draußen hält. Hierzu wird eine Fire­wall zwischen Ihren Computer und das Internet oder ein anderes Netz­werk geschaltet. Als digitaler Türsteher über­prüft sie alle auf Ihrem Gerät ankommenden und ausgehenden Daten­pakete und stellt sicher, dass nur die erlaubten Pakete in ihren Netz­werk­bereich gelangen oder ihn verlassen. Unerlaubte Hacker-Zugriffe oder schädliche Computer­programme, die heimlich Daten heraus­schleusen wollen, werden so unter­bunden.

Fire­walls sind ein wichtiger Bestand­teil des Sicherheits­konzepts — sowohl für Firmen als auch Privat­personen. Glücklicher­weise verfügen die meisten Verbraucher­geräte über eigene Fire­walls, sodass Sie für Ihren Computer keine separate Fire­wall kaufen müssen. Stellen Sie lediglich sicher, dass die Fire­wall in den Einstellungen Ihres Geräts aktiviert ist und läuft.

Eine Fire­wall alleine reicht jedoch nicht aus, um sich vor der stetig wachsenden Zahl an Cyber-Angriffen zu schützen. Sie sollten daher zusätzlich ein gutes Anti­virus-Programm erwerben und installieren.

Unterschied zwischen Fire­wall & Anti­virus-Software

Um online sicher unter­wegs zu sein, brauchen Sie mehr als nur eine Fire­wall. Das wichtigste Cyber­sicherheits­tool ist eine Anti­virus-Software. Doch worin unter­scheidet sich diese von einer Fire­wall?

Eine Fire­wall über­wacht den ein- und ausgehenden Daten­verkehr und blockiert diesen gegebenen­falls. Sie kontrolliert jedoch nicht, was in diesem Daten­verkehr enthalten ist. Ein Anti­viren-Programm hingegen analysiert herunter­geladene Dateien und besuchte Web­sites, um fest­zustellen, ob diese eine Bedrohung für Sie und Ihr Gerät darstellen. Wenn die Anti­virus-Software auf etwas Verdächtiges und potenziell Gefährliches stößt, blockiert sie die Bedrohung, bevor sie Schaden anrichten kann.

Ein weit­verbreiteter Irrglaube ist, dass die Standard-Fire­wall auf Ihrem Computer ausreicht, um Sie zu schützen. Sie ist zwar hilf­reich, aber eine Fire­wall braucht ein unter­stützendes Anti­viren-Programm. Da Fire­walls oft Daten­verkehr blockieren, der die Funktion vertrauens­würdiger Programme oder das Herunter­laden von Dateien verhindern kann, neigen viele Benutzer dazu, Ausnahmen von den Fire­wall-Regeln zu machen oder die Fire­wall zu deaktivieren, um Unannehmlich­keiten zu vermeiden.

Wenn die Fire­wall jedoch ohne ein schützendes Anti­viren-Programm deaktiviert wird, sind Sie Malware und Hacker­angriffen schutz­los ausgeliefert. Mit einem guten Anti­viren-Programm können Sie Ihre Fire­wall jedoch sicher ausschalten, um Dateien herunter­zuladen oder Programme zu verwenden, die ansonsten von der Fire­wall blockiert wären.

5 Gründe, warum Sie eine Fire­wall nutzen sollten

Das Internet ist im Wandel und Cyber­kriminelle entwickeln laufend neue Methoden, um sich Zugriff auf Ihre Daten zu verschaffen. Mit einer Fire­wall errichten Sie eine weitere wichtige Schutz­schicht, zusätzlich zu anderen Maß­nahmen wie einer Anti­virus-Software.

Eine Fire­wall auf Ihrem Mobil­gerät und Computer unter­stützt Sie wie folgt:

  • Überwacht den Daten­verkehr in Ihrem Netz­werk: Wenn die Fire­wall eine Bedrohung erkennt, blockiert sie diese, damit sie Ihr Gerät nicht erreicht.
  • Blockiert schädlichen Daten­verkehr in Ihrem Netz­werk: Wenn der Daten­verkehr im Netz­werk als schädlich erkannt wird, kann die Fire­wall diesen stoppen, bevor er Schaden anrichtet.
  • Kann das Risiko von Malware-Infektionen minimieren: Mit einer Fire­wall können Sie Ihr Gerät davor schützen, mit Malware wie Trojanern, Ransom­ware und Spy­ware infiziert zu werden. Eine Fire­wall alleine reicht hier jedoch nicht aus und sollte immer mit einer Anti­virus-Software ergänzt werden.
  • Verbessert Ihre allgemeine Sicherheit und den Daten­schutz: Es ist wichtig, Ihre Privat­sphäre im Internet zu sichern und Ihren größt­möglichen Online-Schutz zu gewähr­leisten. Eine Fire­wall spielt hier eine entscheidende Rolle.

Obwohl sowohl eine Fire­wall als auch ein Anti­viren-Programm ihre Stärken haben, benötigen Sie beide zusammen für einen umfassenderen Online-Schutz. Denn Ihre Cyber­sicherheit sollte immer mehr­schichtig sein. Erwägen Sie zudem einen VPN, um sicher privat im Internet zu surfen.

Verschiedene Arten von Fire­walls

Es gibt mehrere Arten von Fire­walls, die unter­schiedlich funktionieren und für verschiedene Zwecke eingesetzt werden. Generell kann zwischen Software-, Hardware- und Cloud-Fire­walls unter­schieden werden.

Software-Fire­wall

Eine Software-Fire­wall wird direkt auf dem zu schützenden Gerät, beispiels­weise einem Computer oder Smart­phone installiert und schützt somit ausschließlich dieses Gerät. Für Desktop-Computer wurden spezielle Desktop-Lösungen entwickelt, welche bereits Teil des Betriebs­systems sind. Auf Windows-Computern ist die Microsoft Defender Fire­wall standard­mäßig installiert. Auf macOS-Geräten müssen Sie die Fire­wall hingegen manuell in den Einstellungen aktivieren.

Auch Mobil­geräte sollten geschützt werden. Weder Smart­phones, die mit Android laufen noch iPhones mit dem iOS-Betriebs­system haben eine eigene Fire­wall installiert. Wählen Sie für Ihren Schutz unbedingt einen Dritt­anbieter aus, dem Sie vertrauen.

Da Software-Fire­walls einfach zu installieren sind, sind sie eine beliebte Option für Privat­personen. Firmen hingegen müssen meist ein ganzes Netz­werk aus angeschlossenen Geräten schützen. Eine Software-Fire­wall ist für sie daher häufig unzureichend.

Hardware-Fire­wall

Netz­werke von Unter­nehmen mit hohen Sicherheits­anforderungen wie Banken, Regierungs­institutionen oder Groß­konzerne werden mit leistungs­starken Hardware-Fire­walls geschützt. Diese wären für Privat­anwender zu kost­spielig und benötigen technisches Fach­wissen für die Installation und den Betrieb.

Bei einer Hardware-Fire­wall wird die Software auf einem externen physischen Gerät installiert. Dies kann beispiels­weise ein moderner Router sein, der es so ermöglicht, die Schutz­mauer eine Ebene weiter nach vorne zu verschieben und den Daten­verkehr zu analysieren, bevor er über­haupt auf die Geräte im Heim­netz­werk trifft.

Einer der Vorteile einer Hardware-Fire­wall ist, dass Benutzer die Fire­wall auf dem zu schützenden Gerät deaktivieren und so Ressourcen sparen können. Sie kann auch verwendet werden, um den Netz­werk­verkehr zu kontrollieren, der an mehrere Geräte im selben Netz­werk geht.

Cloud-Fire­wall

Sowohl Privat­personen als auch Firmen speichern Ihre Daten nicht mehr nur auf Computern ab, sondern arbeiten vermehrt in der Cloud. Dadurch verschwimmt die Grenze zwischen dem eigenen Netz­werk und dem Internet. Damit die Daten dennoch geschützt sind, bilden Cloud-basierte Fire­walls, sogenannte Fire­wall-as-a-Service (FWaaS), eine virtuelle Barriere rund um die Cloud-Plattformen.

Schützen Sie sich vor Online-Bedrohungen

Für viele ist eine Fire­wall die erste — und einzige — Verteidigungs­mauer, um ihre Geräte vor Gefahren aus dem Internet zu schützen. Anstatt sich lediglich auf die Fire­wall Ihres Geräts zu verlassen, sollten Sie Ihre Abwehr vor Online-Bedrohungen mit einem zuverlässigen Online-Schutz stärken. F‑Secure TOTAL bietet nicht nur eine fort­schrittliche Anti­virus-Soft­ware, die Ihre Geräte schützt, sondern auch ein viel­seitiges VPN sowie Programme zur Pass­wort­verwaltung.

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