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Nachrichten

Cyber Pearl Harbour? – Mikko Hyppönen von F-Secure kritisiert US-Verteidigungsminister

Mikko Hyppönen hat undifferenzierte Bedrohungsszenarien von Leon Panetta, dem amtierenden Verteidigungsminister der USA in seinem Blog kritisiert. Mikko Hyppönen, Chief Research Officer bei F-Secure und anerkannter Sicherheitsexperte, ist sich zwar sicher, dass Cyberwar schon längst begonnen hat. Viel wichtiger als das blanke Bedrohungsszenario aber ist das Verständnis der Gegner, seiner Motive und seiner Ziele. In seinem Blog-Eintrag kritisiert er auch die Vereinigten Staaten; die selbst ein durchaus aktiver Mitspieler sind. „Indem die USA offensive Cyberattacken gegen andere Gegner bereits offensiv betreibt, werden andere Staaten dies als Legitimation für ihre Angriffe sehen. Unglücklicherweise hat die USA bei digitalen Angriffen am meisten zu verlieren“, so Hyppönen.


Mit der Warnung vor einem bevorstehenden Cyber Pearl Harbour hat der amtierende US Verteidigungsminister das Thema Cyberwar wieder auf den Tisch gebracht. Für Mikko Hyppönen ist dieser historische Vergleich zu oberflächlich. Eine zutreffende Einschätzung des Angriffsrisikos setzt für ihn das Verständnis des digitalen Feindes, seiner Ziele und der daraus sich ergebenden Taktiken voraus.


Vielfalt von Motiven und Arsenalen


Auf der Bühne der Cyber-Attacken beteiligen sich verschiedene Akteure mit völlig unterschiedlichen Motiven und Techniken. „Wenn man sich effektiv dagegen wehren möchte, muss man zuerst einmal einschätzen, wer am ehesten wen warum angreifen möchte“, plädiert Hyppönen für eine detailliertere Analyse. Laut Hyppönen befürchten viele, dass bei einem Cyberwar die Stilllegung des Internets Hauptziel der Angreifer sein werde. Das sei aber nicht richtig. „Spammer und organisierte Banden der Online-Kriminalität brauchen das Internet, um ihren illegalen Lebensunterhalt zu verdienen“, so Hyppönen. Auch Bewegungen wie Anonymous und die Hacktivisten würden daran nicht denken, da sie selbst zu sehr online leben und denken. Cyberwar führende Staaten würden eher das Internet anzapfen als es stillzulegen, da es für sie eine zentrale Informationsquelle beziehungsweise Hauptübertragungsweg für gefälschte Informationen sei.


Eine genaue Analyse der Motivationen eines Angreifers sei auch wichtig für alle anderen kritischen Infrastruktursektoren wie die Versorgung mit Strom und Wasser oder auch für Kernenergie. Bei manchen Infrastrukturen sei das Risiko eines Angriffes höher als bei anderen. „Jede Verteidigungsstrategie muss mit dem Verstehen des Feindes beginnen“, so Hyppönen.


Alles schon längst da


Cyberwar ist aber auch für Hyppönen bereits jetzt eine Realität: „Die Krisen der realen Welt werden in der Zukunft höchstwahrscheinlich Cyber-Komponenten haben.“ Dabei sei jedoch auch die USA hochaktiv. Die Anzahl der von den USA durchgeführten Attacken sei höher als die Angriffe gegen die USA. Bis jetzt haben Hersteller von IT-Sicherheitssoftware fünf verschiedene Malware-Attacken im Zusammenhang mit der Operation „Olympic Games“ gefunden, die von den USA und Israel durchgeführt wurden. Das Verhalten der US-Regierung, als diese Angriffe durch die Recherchen der New York Times herauskamen, ist dabei bezeichnend. Das Weiße Haus dementierte niemals die Berichterstattung, sondern suchte nach dem Informationsleck im eigenen Haus.


Über F-Secure


Innovation, Zuverlässigkeit und Schnelligkeit – diese drei Qualitäten haben F-Secure seit der Gründung 1988 zu einem der führenden IT-Sicherheitsanbieter weltweit gemacht. Heute vertrauen sowohl Millionen Privatanwender als auch Unternehmen auf die mehrfach ausgezeichneten Lösungen von F-Secure. Der effektive Echtzeitschutz arbeitet zuverlässig und unbemerkt im Hintergrund und macht das vernetzte Leben von Computer- und Smartphone-Nutzern sicher und einfach.


Die Lösungen von F-Secure sind als Service-Abonnement über mehr als 200 Internet Service Provider und Mobilfunkbetreiber weltweit zu beziehen. Die umfangreichen Partnerschaften machen F-Secure zum Marktführer in diesem Bereich. Seit 1999 ist das Unternehmen an der Börse in Helsinki notiert. Seitdem wächst F-Secure schneller als viele andere börsennotierte Mitbewerber.


Ständig aktuelle Informationen über die neuesten Viren finden sich im Weblog des
„F-Secure Antivirus Research Teams“ unter der Internetadresse www.f-secure.com/weblog.


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